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Wie alles begann

Den ersten Husky kauften wir uns 1991. Informationen über diese Hunde erhielten wir vom Niederländischen Husky-Club und nach gründlicher Lektüre diverser Bücher entschieden wir uns, diesen Schritt zu machen. Wir suchten uns einen Züchter in der näheren Umgebung.

Der nächstgelegene Kennel war Sotokaya of Nowaja Sibir und gehörte Tom und Sonja von Laar-Meijer. Nachdem wir uns mit ihnen bekannt gemacht haben, baten wir beim Training dabei sein zu dürfen und danach war die Entscheidung definitiv getroffen.

Wir mussten gar nicht lange warten. Puppies von Anja Sotokaya of Nowaja Siber und High Tundra‘s Blue Eye wurden geboren. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Rüden – beide schwarz mit blauen Augen. Wir entschieden uns für den, der am neugierigsten war. Wir wollten ihn gern Bandit nennen, doch der Name musste mit einem S-beginnen, so dass wir die Namensgebung leicht anpassen mussten: Der Name unseres ersten Huskies war nun Sno-Bandit.

snow banditDamals sind wir viel mit Bandit in der Veluwe Fahrrad gefahren, denn er wollte ja nicht den Tag verschlafen, sondern sich bewegen. Je größer er wurde, desto stärker wurde er auch und die Touren auf dem Rad sind wirklich gefährlich gewesen. Da es den Springer (Fahrradhalter für Hunde) noch nicht gab, fixierten wir die Leine am Lenker.

Nun überlegten wir, was als nächstes zu tun ist. Bevor wir hier eine Entscheidung trafen, wollten wir uns ein echtes Schlittenhunderennen ansehen und fuhren so mit dem geliehenen Auto meiner Eltern und ohne Hund nach Prägraten in Österreich. Wir blieben die ganze Woche, da es zu der Zeit noch ein Mehrtagesrennen war.

In dieser Woche haben wir unseren Hund so sehr vermisst. Wir sahen auch das erste Mal, wie viel Freude die Hunde im Schnee hatten. Daher fassten wir kurzerhand den Beschluss, noch zwei Hunde zu uns zu holen, damit wir an Rennen mit einem Dreiergespann teilnehmen konnten. Platz bei uns gab es zur Genüge, das war kein Problem. Also gingen wir wieder zu Tom und Sonja, sie hatten 1993 glücklicherweise zwei Würfe nacheinander, und wählten aus diesen Würfen je einen Hund aus: Zeb und Arack. So konnten wir im folgenden Jahr an unserem ersten Rennen mit einem C-Team (3-4 Hunde) teilnehmen. Gleichzeitig mussten wir auch ein anderes Auto kaufen, um ausreichend Platz zu haben. Die Hunde transportierten wir dann in einem passenden Anhänger.

Schon beim ersten Rennen mussten wir feststellen, dass alle anderen Team mit vier Hunden das Rennen bestritten. Es war schnell klar, dass wir mit drei Hunden nur einen der letzten Plätze belegen konnten. Weiterer Nachteil für uns war die Tatsache, dass bei Krankheit nur eines Hundes unser Team nicht mehr rennfähig wäre. Also sahen wir uns wiederum bei Tom und Sonja wieder. Diesmal jedoch kauften wir einen Welpen aus einer kanadischen Zucht, da die beiden ein trächtiges Weibchen aus Kanada bekommen hatten. Das gab uns wiederum die Möglichkeit zukünftig auch selbst zu züchten. So lief dann alles für eine gewisse Zeit und das nicht allzu schlecht. Eines Tages sprachen wir miteinander auf dem Trail in Niekamp über Zeb, der nicht der beste unserer Hunde war. Das hörte jemand und wir bekamen das Angebot ein Weibchen ‚auszuprobieren‘. Bis dahin hatten wir lediglich Rüden bei uns im Kennel und nun, mit Thessa , änderte sich einiges und wir hatten die ersten Auseinandersetzungen zwischen den Rüden. Diese Rangkämpfe resultierten darin, dass die ‚Jungens‘ schnell begriffen, dass sie eine Frau als Boss hinnehmen mussten.

Von diesem Zeitpunkt an wuchs unser Kennel stetig. Wir begannen damit, uns Hunde auszuleihen, da sie unseres Erachtens für einen Kauf zu alt waren. Doch dann gingen wir dazu über, Hunde von anderen Züchtern zu kaufen. Glücklich waren wir damit jedoch nicht immer. Dann, im Jahr 1998, fassten wir den Entschluss selbst eine Zucht zu beginnen. Natürlich haben wir uns bei erfahrenen Züchtern informiert und viel über die Zucht von Huskies gelernt. So auch über das Für und Wider. Auf diesem Wege kamen wir in Kontakt mit Anneliese Braun in Deutschland, was für uns im Nachhinein ein großer Gewinn war.

Für unseren ersten Wurf wählten wir einen Rüden von Mariannes Hunden und kauften auch Welpen von ihr. Wir haben im Husky-Sport in der Kategorie C begonnen (ein Team von 3-4 Hunden). Via Kategorie B (5-6 Hunde) und A (7-8 Hunde) erarbeiteten wir uns die Teilnahme in der Königsklasse, der Kategorie O. Wir hatten es geschafft. Um dieses zu erreichen, fuhren wir Jahr um Jahr zu Rennen nach Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und in andere Länder. Wir konnten mit guten und sehr guten Resultaten die Rennen beenden. Aber auch das Team musste sich immer regenerieren können, damit wir die Ergebnisse halten konnten. Hunde, die nicht gut arbeiten, sind nicht gut für diesen Job oder aber zu alt. Diese müssen dann durch andere ersetzt werden. Wir taten genau das, verkauften aber nie einen alten Hund. So hatten wir bald 26 Hunde. So kam es auch, dass wir neben den Rennen nicht genug Zeit hatten, diese beiden Teams zu trainieren, denn auch unsere Freizeit war limitiert. Ebenso war der Schnee nicht so, wie er für eine gute Rennvorbereitung sein sollte und Rennen wurden auf Grund des schlechten Wetters wieder und wieder abgesagt….

So wollten wir dann auch den bedeutenden Schritt wagen und in ein anderes Land gehen. Es lohnte einfach nicht, 1000 km zu einem Rennen zu fahren, was nur eine halbe oder dreiviertel Stunde dauerte und dann wieder 1000 km nach Hause zu fahren. Wir entschieden uns für Schweden als neues Heimatland. Die Bedingungen waren perfekt: richtige Winter und echte Sommer. Ein Unternehmen mit unseren eigenen Hunden! Wobei diese genau das machen, was sie mögen – Laufen und im Team einen Schlitten ziehen. Nicht aber im winterlichen Matsch Hollands. Und so mussten wir auch keinen Hund verkaufen, denn das wollten wir nicht. Wir lieben alle unsere Huskies genauso wie jemand, der nur einen Hund hat. Wir wissen alles von jedem einzelnen und haben zu jedem eine enge Beziehung. Wir sehen, wenn ein Hund glücklich ist oder verärgert oder aber wenn er einfach nur einen schlechten Tag hat.

Über unser neues Leben in Schweden, schöne und weniger schöne Dinge, über unserer Kinder, alle Hunde und unsere Arbeit – das können Sie alles in unserem Tagebuch nachlesen.